M 9 besucht KZ-Gedenkstätte in Dachau

Die Klassen M 9c und d besuchten am 27.10.2011 die Gedenkstätte im ehemaligen Konzentrationslager in Dachau. In den Jahren von 1933 - 1945 herrschte in Deutschland eine von Adolf Hitler und den Nationalsozialisten errichtete Diktatur. Die Nazis ließen in ganz Deutschland und den besetzen Gebieten Konzentrationslager errichten.
Das KZ in Dachau wurde das erste in Bayern, es wurde am 22.03.1933, zwei Wochen nachdem Hitler die Macht ergriffen hatte, eröffnet. Es diente als Modell für alle weiteren Konzentrationslager.
Sogleich nach Hitlers Machtergreifung wurden politische Gegner eingeliefert, nach vier Wochen war das erste Lager bereits überfüllt. Wegen Platzmangel mussten die Häftlinge das zweite Konzentrationslager bauen, sie bauten also ihr eigenes Gefängnis.
Die Nationalsozialisten hielten in diesem Lager viele Menschen gefangen, dies geschah meistens willkürlich und häufig wurden die Gefangenen ohne richterliche Verurteilung dorthin gebracht. Es wurden immer mehr Menschen, die Hitler aus verschiedenen Gründen nicht wollte, eingeliefert, wie zum Beispiel: Juden, Homosexuelle, Roma und Sinti, Priester, Bibelforscher (Zeugen Jehovas) und Kriminelle. Wenn Menschen in dieses Konzentrationslager gebracht wurden, gingen sie durch ein Tor, an dem "Arbeit macht frei" stand. Dies war reine Propaganda, es sollte sagen: „Wenn du gut arbeitest, kommst du bald wieder frei“.

Die Wirklichkeit sah aber anders aus. Nur sehr wenige kamen frei. Diese mussten einen Vertrag unterschreiben, dass sie nichts, was in diesem Konzentrationslager geschah, verraten. Wenn man etwas sagte, und man dabei erwischt wurde, musste man ins Lager zurück und man bekam das Doppelte zur Strafe und wurde härter misshandelt.
Es waren im KZ Dachau insgesamt 34 Barracken, in denen die Häftlinge schliefen. Ursprünglich waren die Barracken für ca. 50 Häftlinge gedacht, dann wurden bis zu 300 Menschen dort untergebracht.
Den Gefangenen wurden die Haare entfernt, dass niemand der SS Leute eine Beziehung zu einem Häftling aufbauen konnte. Denn wenn alle Menschen gleich aussahen, konnte man sie nicht so leicht unterscheiden. Wenn jemand aus dem KZ fliehen wollte und er es schaffte, mussten alle anderen wegen ihm stundenlang auf dem Appellplatz geradestehen, bei Eiseskälte genauso wie bei brütender Hitze. Gegen Kriegsende wurde es in den Barracken noch voller. Bis zu 2000 Menschen wohnten in einer Baracke.
Die Menschen im KZ wurden regelmäßig zu schweren Arbeitsdiensten eingeteilt. Man musste im Sommer um 04:00 Uhr aufstehen und im Winter um 05:00 und danach war Zählung auf dem Appellplatz. Die Häftlinge im KZ hatten einen 10-14 stündigen Arbeitstag, ohne dass sie irgendetwas bekamen. Die Menschen im KZ wurden an Firmen vermietet. Sie arbeiteten als billige Arbeitskräfte. Bloß die SS hat das ganze Geld eingesteckt, die Häftlinge bekamen nichts.
Die härtesten Strafen in dem KZ waren die drei „B“: Brett, Baum, Bunker. Wenn man mit diesen Strafen bestraft wurde bedeutet dies eigentlich schon den Tod, den viele schon herbeisehnten. Baum bedeutete zum Beispiel, dass man mit den Händen auf dem Rücken an einen Baum gehängt wurde. Dies führte häufig dazu, dass die Schultern auskugelten und die Häftlinge unbeschreibliche Schmerzen ertragen mussten.
1939 - 1940 wurden die Brennöfen gebaut. Es waren zunächst zwei Stück. Da diese zwei Öfen zu wenig wurden, wurde 1942 die so genannte Baracke X gebaut. Die besaß vier Öfen und zudem noch ein Gaskammer. In dieser Gaskammer wurden nicht so viele Menschen wie in anderen Konzentrationslagern ermordet, allerdings dienten diese Gaskammern als Modell für andere Lager.

Meiner Meinung nach waren diese Zeiten die schlimmsten bis jetzt. Es sind unendliche viele Menschen oft unter brutalsten Umständen getötet worden. Deswegen sollten wir aus dieser schlimmen Zeit lernen und schauen, dass nicht noch mal so eine Diktatur entstehen kann!
Den amerikanischen Soldaten, die das Lager 1945 befreiten, bot sich ein Bild des Grauens.


Christopher Ludwig, Klasse M 9 c
| < Zurück | Weiter > |
|---|
