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Betroffenheit beim Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau

Sprachlosigkeit, Unverständnis, Traurigkeit und tiefe Betroffenheit lösten die Eindrücke beim Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau bei den Schülern der Klasse M8d und 8a hervor. Während des Besuchs der Ausstellung und während der 1 1/2-stündigen Führung konnte man immer wieder in fassungslose Gesichter sehen. Sei es beim Anblick eines "Stapels" abgemagerter Leichen auf einer Fotografie oder sei es bei der Schilderung des längsten Strafstehens auf dem Appellplatz.

Als Nachbereitung und zur Aufarbeitung ihrer Eindrücke schrieben die Schüler der Klasse M8d in Gruppenarbeit Berichte:

"Es hat uns sehr betroffen, dass auf diesem Gelände so viele Menschen unter so schrecklichen Bedingungen leben mussten. Das Schrecklichste ist, dass so viele Menschen gefoltert und getötet wurden. ... Es war neu für uns, dass die Häftlinge auch sehr harte Arbeiten verrichten mussten und dabei keine Pausen machen und nichts trinken durften. Ebenso neu war es für uns, dass es so viele verschiedene Strafarten gab wie z.B. Strafstehen, Prügelstrafe und Pfahlhängen. Es hat uns schockiert, dass man die Leichen gestapelt hat und wie abgemagert die Leichen waren. Durch den Besuch haben wir einen Einblick in eine sehr dunkle Seite der deutschen Geschichte bekommen." (Sven, Chris, Pati, Stefan)

"Am 15.07.2009 fuhren wir, die Klasse M8d und 8a mit Herrn Roth und seiner Frau in die KZ-Gedenkstätte Dachau. Als erstes durften wir allein ins Museum, was sehr interessant war. In dieser Zeit mussten wir einen 4-seitigen Fragebogen ausfüllen. Danach hatten wir eine 1 1/2-stündige Führung über das ganze Gelände der Gedenkstätte. Sie war sehr lehrreich und interessant. Wir durften der Führerin nach der Führung die unbeantworteten Fragen stellen. Sie konnte die Fragen informativ beantworten, was uns sehr geholfen hat. Als wir auf dem Appellplatz waren, haben wir erfahren, dass vom ursprünglichen Konzentrationslager heute nicht mehr viel vorhanden ist. Es ist für uns unvorstellbar, dass schon ein Teil fehlt, weil allein die Gedenkstätte schon so groß ist. Eine Baracke wurde nachgebaut und es wurden vier kleine Kirchen als Gedenkorte für die vielen umgekommenen Häftlinge gebaut. Wir haben folgendes Beispiel gehört: 'Weil ein Häftling geflohen ist und zum Appellzählen noch nicht aufgetaucht ist, mussten die anderen Häftlinge zwölf Stunden lang im Winter ohne Schal, Mütze, Handschuhe und Mantel über die Nacht bei Eiseskälte strafstehen.' Das fanden wir sehr brutal. Wir waren schockiert, als wir auf dem Boden standen, wo man früher die Leichen gestapelt und vebrannt hatte. Die Häftlinge mussten im Sommer 11 1/2 Stunden arbeiten. Es gab nur einen einzigen Aus- und Eingang. Auf der Tür  steht "Arbeit macht frei!" Uns hat der Tag sehr gut gefallen, weil er sehr informativ war." (Kathi K., Dani, Nicole)