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Der erste Eindruck zählt

In den ersten Sekunden entscheidet sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, ob einem jemand sympathisch ist oder nicht. Besonders wichtig sei der erste Eindruck z.B. beim Vorstellungsgespräch, so Herr Schmalholz von der Barmer beim Bewerbertraining für die Schüler der M9. Dass dies aber alleine nicht Ausschlag gebend sei, wurde den Schülern im Laufe der zwei Unterrichtstunden klar.

Wer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werde, habe durch seine Bewerbung schon überzeugen können. Nun ist eine gute Vorbereitung wichtig:

  • Kenntnisse über den Ausbildungsberuf
  • Kenntnisse über den Ausbildungsbetrieb
  • Warum gerade dieser Betrieb?
  • Welche Fähigkeiten, Kenntnisse sind für den Beruf wichtig?
  • Warum ist man für diesen Beruf geeignet.

Hier ein kurzer Bewerberknigge:

  • pünktliche Anreise (Zugverbindung, Verkehrsmittel, rechtzeitg losfahren, nicht auf den letzten Drücker, Zeit nehmen, damit man entspannt und ausgeruht beim Gespräch erscheine)
  • seriös und gepflegt erscheinen (passend zum Beruf, so ist z.B. beim Bankkaufmann ein Anzug und Krawatte passend, während dies bei einem Handwerksberuf eher hinderlich sei)
  • immer daran denken, dass man Gast ist (Begrüßung abwarten, nicht selbst irgendwo Platz nehmen, für angebotene Getränke danken)
  • Blickkontakt mit den Gesprächspartner halten (aber nicht krampfhaft)
  • auch mal lächeln (aber nicht dauern wie ein Honigkuchenpferd)
  • ein klingelndes Handy ist absolut tabu
  • Nebengeräusche zu produzieren ist nicht ratsam (Kugelschreiber, federnde Beine)
  • Sitzhaltung (aufrecht und offen, auf keinen Fall mit verschränkten Armen zurücklehnen)

Der Eindruck, den der Gesprächspartner gewinnt, entsteht zu 50% aus dem, was gesagt werde und zu 50% aus dem, was nicht gesagt werde (nonverbal, Körpersprache). Niemand müsse sich verstellen, aber gewisse Fettnäpfchen müsse man einfach kennen.

Typischer Gesprächsablauf:

  1. Begrüßungs- und Vorstellungsrunde
  2. Informationen zum Unternehmen
  3. Frage-Antwort-Block (besonders gut vorbereiten)
  4. Informationen über Rahmendaten
  5. Zeit für Fragen des Bewerbers (unbedingt Fragen vorbereiten, nach Geld aber erst am Ende fragen)
  6. Gesprächsabschluss
  7. Verabschiedung
Ideen für eigene Fragen Themen für den Frage-Antwort-Block

bestimmte Kleidung?

Geld (aber nicht als Erstes)

Arbeitszeiten

Form der Berufsschule

Übernahmechancen

Aufstiegsmöglichkeiten (dezent, nicht den Eindruck erwecken, am Stuhl des Chefs sägen zu wollen)

Anzahl Auszubildender

Einarbeitung/ Betreuung

Abteilungen, die durchlaufen werden

Zeitpunkt der Entscheidung

TABU: KEINE PRIVATEN FRAGEN!!!! => Nur Fragen zum Betrieb und zum Beruf!!!!

Familie

Hobbys

Kenntnisse (Praktika)

Berufswahl warum?

Warum dieser Betrieb?

Stärken?

Schwächen? (nicht zu ehrlich sein! Wer sagt, dass er faul sei, habe kaum eine Chance) => mögliche Antwort: man nehme sich oft zu viel vor, schaffe aber dann nicht alles (zeigt, dass man will)

Schule (Noten, Fächer) => Fragen zu schlechten Noten muss man einkalkulieren, hier müsse man plausibel erklären können, warum das so ist, und wie man sich gedenke, zu verbessern

Allgemeinbildung (Zeitung, Nachrichten; wissen, was gerade so aktuell sei)

Berufliche Zukunft => auf keinen Fall deutlich machen, dass man nach der Ausbildung was anderes machen möchte (der Betrieb investiert viel in die Ausbildung und möchte wahrscheinlich auch selbst davon profitieren können!) Hier sollte man nicht zu offenherzig antworten.

Es gibt auch Fragen, die man nicht beantworten müsse, wie z.B. Religionszugehörigkeit, politische Neigung oder Engagement, geschlechtliche Neigung, bestehende Schwangerschaften oder aktuelle Krankheiten (Ausnahme z.B. Allergien gegenüber Stoffen, mit denen man während der Ausbildung in Kontakt kommt).

Internetadressen:

Ausbildung:

www.arbeitsagentur.de

www.berufswahl.de

www.bibb.de

www.ihk.de

Ausbildungsmessen:

www.azubitage.de

www.berufe-live.de

Ausbildungsplatzsuche:

www.arbeitsagentur.de

www.ausbildung-plus.de

www.ausbildungsstelle.com

www.azubi-online.de

www.ihk-ausbildung.de

www.lehrstellenfuchs.de

Ausbildungsplätze auf jumpforward.de

 

 

Weitere Informationen:

www.barmer.de/berufsstart