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Marktplatz der Berufe

Vertiefte Berufsorientierung

„Marktplatz der Berufe“ – das war der Titel der Veranstaltung am 28. November in der Volksschule Germaringen. 20 Firmen stellten etwa 30 Berufe vor und jeder Schüler hatte die Möglichkeit, sich drei Berufe anzuschauen. Die Jugendlichen konnten sich dabei genau über Ausbildungsmöglichkeiten informieren und mehr über die Anforderungen der Berufe erfahren. Die Firmen sehen solche Veranstaltungen als Chance. „Das Problem ist, dass uns in ein paar Jahren Fachkräfte fehlen. Das Handwerk muss in die Gänge kommen“, erkärte Reinhold Echtler, Innungsobermeister der Schreiniereiinnung Kaufbeuren.

Wichtig ist erstmal der Berufsstart für die Jugendlichen, die Karriere kommt danach

, so der Lehrlingswart der Elektroinnung, Herr Wetzler. Schulrektor Josef Kreuzer betonte in der Einführung, dass der Marktplatz der Berufe ein wichtiger Teil vor der Berufswahl werden solle – so wie ein Marktplatz in einer Stadt auch der belebteste Platz ist, auf dem es Raum für Austausch und Informationen gibt. Der Nutzen für die Betriebe liege eindeutig auf der Hand: Sie können hierbei wichtige Belange bei Schulen, Eltern und Schülern positionieren und ein vertrauensvolles Netzwerk schaffen.
Stephanie aus Mauerstetten will Kinderpflegerin werden und schaute sich die Berufe Altenpfleger, Kinderpfleger und Friseur genauer an. Sie erzählte zu Beginn des Abends: „Ich möchte viel über den Beruf erfahren, aber auch Alternativen kennen lernen. Ich freue mich auf die Veranstaltung.“
Im Bereich Systemgastronomie erzählte ein Azubi von seiner Ausbildung bei Burger King auf der Reeperbahn in Hamburg: „Viele Mitarbeiter, die keine Ausbildung haben, werden nach und nach von gelernten Fachkräften abgelöst. Wichtig bei uns ist vor allem Mathematik und Kopfrechnen. Und am Anfang war ich wirklich erstaunt darüber, wie viel Wert auf Hygiene gelegt wird. Ich habe im ersten Jahr fast nur Saubermachen gelernt.“ Für die Schüler war es sehr spannend, einmal einen Eindruck aus der Realität eines Azubis zu bekommen. Die häufigsten Fragen der Jugendlichen waren die nach dem Verdienst und dem Ort der Berufsschule. Am Schluss der Veranstaltung gab es ein sehr gutes Feedback von den Schülern.
 
Die Schüler seien sehr freundlich und interessiert gewesen und auch die Eltern unterstützten ihre Kinder bei der Berufswahl.
 
Isabelle aus Untergermaringen beispielsweise freute sich über die ausführlichen Informationen über den Beruf der Kinderpflegerin. Ihr Wunsch, in diesem Beruf zu arbeiten, hat sich nach dem Abend bestätigt. Der Abend regte auch zu interessanten Diskussionen zwischen den Jugendlichen an. Theresa und Katharina fanden es besonders spannend, herauszufinden, welcher Beruf ihnen liegt und sie tauschten sich aus, was sie an einem Beruf gut fanden und was nicht.
Am Ende gab es noch eine Diskussionsrunde zwischen Betrieben und Schulleitung. Die Firmen bestätigten, dass auch sie mit der Veranstaltung sehr zu frieden waren. Die Schüler seien sehr freundlich und interessiert gewesen und auch die Eltern unterstützten ihre Kinder bei der Berufswahl.
Ein Mitarbeiter der Fa. Chr. Mayr GmbH & Co. KG erklärte, dass das Ziel auf Dauer sein müsse, die Berufe neutral darzustellen. Regionale Veranstaltungen sollten dabei in den Fokus gerückt werden, sodass möglichst viele Betriebe einer Region ohne viel Aufwand daran teilnehmen können. Ein Mitarbeiter der Fa. HAWE Hydraulik SE machte noch einmal auf die Bedeutung der Praktika aufmerksam, die zielgerichteter von den Jugendlichen ausgewählt werden sollen, um möglichst viele Erfahrungen in einem bestimmten Bereich sammeln zu können.

Schule und Wirtschaft sollen zusammenwachsen und die Schüler eine gewisse Ausbildungsreife erlangen

Abschließend fasste Projektkoordinator Michael Kühn, Fa. allgäuinnokonzept, die gewünschten Ziele noch einmal zusammen: „Die Veranstaltung soll vor allem die Schüler zur Diskussion anregen und die Jugendlichen aktivieren. Schule und Wirtschaft sollen zusammenwachsen und die Schüler eine gewisse Ausbildungsreife erlangen. Das ist heute gelungen und wir sind mit diesem Konzept auf dem besten Weg.“ Eine weiterführende Veranstaltung ist für das nächste Jahr geplant.